(Alp)süchtiges...
Schon am Donnerstag hieß es :
Auf nach München!
Diesmal bis Sonntag.
In der Prüfungswoche hatte sie sich freigenommen und nach dem erfolgreichen (und natürlich nie bezweifelten) Bestehen, flog sie so schnell es ging zu ihm.
Geplant war vorher schon, das beide eine Alpwanderung machen würden, trozdem packte (stopfte eher) sie alles mögliche in ihren Koffer - kann ja nie schaden für alles gerüstet zu sein.
Da sie eine Läuferin ist und Lauftouren eingeplant hatte, kaufte sie sich vor (Ur)zeiten einen High Tech Rucksack, der federleicht und natürlich auch ideal geeignet für eine Wanderung war.
Mit einem (ultra)schicken Minirock und den richtigen Stiefeln (helles gerautes Leder - keine Spur von zu nuttig) empfing er sie auf dem Flughafen - großes Wiedersehen und das vertraute Gefühl setzte sofort ein - sie war wieder "da".
Alleine die Tatsache, das sie keine richtigen (eher keine) Wanderschuhe besaß, ließ sie zwar ins Grübeln bringen, schließlich nahm sie aber ihre Laufschuhe mit, die ordentlich eingelaufen waren und mit denen sie schon allerhand (Lauf)Abenteuer bestanden hatte.
Sie kürzt den Bericht etwas ab - Samstag stiegen sie also auf den "Klausen" der mit seinen 1508 Metern schon Berg genannt werden darf.
Die Strecke war sehr anspruchsvoll - es gab 5 Farbskalen und diese hatte die schwierigste.
Orange.

Weil sie diese Tour schon in einem Wanderführer rausgesucht hatten und sie diese Skala erst auf der Legende beim Ausgangspunkt sah (im Wanderführer war diese Tour wesentlich einfacher markiert worden), schwieg sie und hoffte, er würde das nicht sehen.
Denn, dann würde er sich weigern, diese Tour nur mal zu "probieren".
Umkehren konnte man ja immer, wenn es zu schwierig wurde - das war ihr Motto und ist es immer gewesen.
Irgendwann - als sie lange genug unterwegs gewesen waren, vertraute sie es ihm an und er schluckte - schon etwas geschockt.
Doch sie stiegen weiter.
Und als sie aus dem Wald gelangten, eröffnete sich vor ihnen eine traumhafte Ebene.

Natürlich mussten Fotos unterwegs gemacht werden, allerdings viel zu wenige, denn die Tour war anspruchsvoll - zumindest für zwei Berganfänger. Glücklicherweise erwiesen sich beide als konditioniert - sie hatte sich ihre in den langen Läufen erkämpft und er hatte sie einfach so (ungerecht, aber wahr).
Der Boden war durchzogen von einem Rinnsal, das von einer Eisschicht herrührte, die oben am Gipfel langsam abschmolz - dazu kam noch der lehmige und steinige Boden, jeder Schritt musste sorgfältig und langsam ausgeführt werden.
Irgendwann war sie sehr erschöpft und da kam ihr dieses Schild, wie Hohn vor.

Es stimmte aber und beide vermuteten, das es vielen Wanderern wie ihnen erginge und man deshalb (als Motivation) das Schild aufgestellt hatte.
Seinen Kommentar, doch noch weiterzuwandern zum Spitzstein, der ja nur zwei Stunden entfernt von dem Berg läge, überhörte sie einfach...und sie steuerte motivierter die Hütte zu, um sich anschließend bei einem Teller heißer Suppe mit Würstchen aufzuwärmen und dem Körper neue Energie zuzuführen - für den Abstieg.
Denn der lag ja noch vor ihnen.
Sie hatten 4 Stunden hinauf gebraucht und würden mindestens das gleiche nochmal für den Weg hinunter brauchen - also währte die Rast auf der Hütte nur von kurzer Dauer.
Nur vom Gipfel aus, kann man sehen, wie die Sonne über die Berge wandert...

Sie schoß noch ein paar Fotos und beide machten sich auf den Weg ins Tal.


Beim Abstieg trafen sie auf eine Menge Almkühe und alle waren sehr lieb - zumindest waren sie nicht aufdringlich.
Dieses Exemplar jedoch war sehr neugierig.

Etwas zu sehr - denn sie folgte ihr auf Schritt und Tritt und es war kein sehr angenehmes Gefühl, keinen Meter hinter sich einen 300 Kilo Koloss zu spüren.
Als sich noch zwei weitere junge Kuhbullen zu der einen gesellten, machten sich beide sehr schnell aus dem Staub.
So schnell es über einen schmalen, lehmigen Weg gehen kann.
Doch sie entkamen dem Killerkuhkommando und den gesamten Abstieg durfte sie sich seine Kommentare anhören, das er es sehr schade fand, das er kein Foto gemacht hat und wie komisch das aussah, als die Kuh ihr folgte.
Sie blieb sogar stehen und hoffte, die Kuh gehe vorbei, aber nix da. Die Kuh stand auch und ging erst weiter, als sie wieder ging - der komplette Kuhterror!
Sie kamen noch rechtzeitig vor Dämmerung ins Tal - insgesamt dauerte der Ausflug tatsächlich 8 Stunden und beide schliefen mehr als gut in dem Bett.
Nun hat sie beide eine Leidenschaft fürs Wandern gepackt und sie hat endlich ein Ziel, mehr zu laufen in Hamburg - damit sie fit für die Berge ist.
Und sie wird nachher sich die Laufschuhe anziehen und eine Runde im Stadtpark drehen - wenigstens braucht sie da keine Angst vor Kuhbelästigung zu haben!
Sie hofft, das die Bilder gefallen und vielleicht ein klitzekleinesbisschen die Neugier auf Berge geweckt zu haben :)
Auf nach München!
Diesmal bis Sonntag.
In der Prüfungswoche hatte sie sich freigenommen und nach dem erfolgreichen (und natürlich nie bezweifelten) Bestehen, flog sie so schnell es ging zu ihm.
Geplant war vorher schon, das beide eine Alpwanderung machen würden, trozdem packte (stopfte eher) sie alles mögliche in ihren Koffer - kann ja nie schaden für alles gerüstet zu sein.
Da sie eine Läuferin ist und Lauftouren eingeplant hatte, kaufte sie sich vor (Ur)zeiten einen High Tech Rucksack, der federleicht und natürlich auch ideal geeignet für eine Wanderung war.
Mit einem (ultra)schicken Minirock und den richtigen Stiefeln (helles gerautes Leder - keine Spur von zu nuttig) empfing er sie auf dem Flughafen - großes Wiedersehen und das vertraute Gefühl setzte sofort ein - sie war wieder "da".
Alleine die Tatsache, das sie keine richtigen (eher keine) Wanderschuhe besaß, ließ sie zwar ins Grübeln bringen, schließlich nahm sie aber ihre Laufschuhe mit, die ordentlich eingelaufen waren und mit denen sie schon allerhand (Lauf)Abenteuer bestanden hatte.
Sie kürzt den Bericht etwas ab - Samstag stiegen sie also auf den "Klausen" der mit seinen 1508 Metern schon Berg genannt werden darf.
Die Strecke war sehr anspruchsvoll - es gab 5 Farbskalen und diese hatte die schwierigste.
Orange.

Weil sie diese Tour schon in einem Wanderführer rausgesucht hatten und sie diese Skala erst auf der Legende beim Ausgangspunkt sah (im Wanderführer war diese Tour wesentlich einfacher markiert worden), schwieg sie und hoffte, er würde das nicht sehen.
Denn, dann würde er sich weigern, diese Tour nur mal zu "probieren".
Umkehren konnte man ja immer, wenn es zu schwierig wurde - das war ihr Motto und ist es immer gewesen.
Irgendwann - als sie lange genug unterwegs gewesen waren, vertraute sie es ihm an und er schluckte - schon etwas geschockt.
Doch sie stiegen weiter.
Und als sie aus dem Wald gelangten, eröffnete sich vor ihnen eine traumhafte Ebene.

Natürlich mussten Fotos unterwegs gemacht werden, allerdings viel zu wenige, denn die Tour war anspruchsvoll - zumindest für zwei Berganfänger. Glücklicherweise erwiesen sich beide als konditioniert - sie hatte sich ihre in den langen Läufen erkämpft und er hatte sie einfach so (ungerecht, aber wahr).
Der Boden war durchzogen von einem Rinnsal, das von einer Eisschicht herrührte, die oben am Gipfel langsam abschmolz - dazu kam noch der lehmige und steinige Boden, jeder Schritt musste sorgfältig und langsam ausgeführt werden.
Irgendwann war sie sehr erschöpft und da kam ihr dieses Schild, wie Hohn vor.

Es stimmte aber und beide vermuteten, das es vielen Wanderern wie ihnen erginge und man deshalb (als Motivation) das Schild aufgestellt hatte.
Seinen Kommentar, doch noch weiterzuwandern zum Spitzstein, der ja nur zwei Stunden entfernt von dem Berg läge, überhörte sie einfach...und sie steuerte motivierter die Hütte zu, um sich anschließend bei einem Teller heißer Suppe mit Würstchen aufzuwärmen und dem Körper neue Energie zuzuführen - für den Abstieg.
Denn der lag ja noch vor ihnen.
Sie hatten 4 Stunden hinauf gebraucht und würden mindestens das gleiche nochmal für den Weg hinunter brauchen - also währte die Rast auf der Hütte nur von kurzer Dauer.
Nur vom Gipfel aus, kann man sehen, wie die Sonne über die Berge wandert...

Sie schoß noch ein paar Fotos und beide machten sich auf den Weg ins Tal.


Beim Abstieg trafen sie auf eine Menge Almkühe und alle waren sehr lieb - zumindest waren sie nicht aufdringlich.
Dieses Exemplar jedoch war sehr neugierig.

Etwas zu sehr - denn sie folgte ihr auf Schritt und Tritt und es war kein sehr angenehmes Gefühl, keinen Meter hinter sich einen 300 Kilo Koloss zu spüren.
Als sich noch zwei weitere junge Kuhbullen zu der einen gesellten, machten sich beide sehr schnell aus dem Staub.
So schnell es über einen schmalen, lehmigen Weg gehen kann.
Doch sie entkamen dem Killerkuhkommando und den gesamten Abstieg durfte sie sich seine Kommentare anhören, das er es sehr schade fand, das er kein Foto gemacht hat und wie komisch das aussah, als die Kuh ihr folgte.
Sie blieb sogar stehen und hoffte, die Kuh gehe vorbei, aber nix da. Die Kuh stand auch und ging erst weiter, als sie wieder ging - der komplette Kuhterror!
Sie kamen noch rechtzeitig vor Dämmerung ins Tal - insgesamt dauerte der Ausflug tatsächlich 8 Stunden und beide schliefen mehr als gut in dem Bett.
Nun hat sie beide eine Leidenschaft fürs Wandern gepackt und sie hat endlich ein Ziel, mehr zu laufen in Hamburg - damit sie fit für die Berge ist.
Und sie wird nachher sich die Laufschuhe anziehen und eine Runde im Stadtpark drehen - wenigstens braucht sie da keine Angst vor Kuhbelästigung zu haben!
Sie hofft, das die Bilder gefallen und vielleicht ein klitzekleinesbisschen die Neugier auf Berge geweckt zu haben :)
RunningCouchPotatoe - 20. Jun, 18:13
14 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks
nestor - 20. Jun, 22:09
ach lovely running,
soooo schön DAS zu lesen (und zu sehen, (mit-)zu geniessen)...
du weisst, was er dir sendet: 1000x mehr als 'good luck'...
*freu*
du weisst, was er dir sendet: 1000x mehr als 'good luck'...
*freu*
RunningCouchPotatoe - 20. Jun, 22:41
danke :)
ich wünsche dir dasselbe, auf das du auch zu solch höhenwanderungen wie meinereiner kommst :-)) ob nun physisch oder psychisch ;)
hexamore - 20. Jun, 22:59
da fühle ich mich gleich zuhause, wenn ich deine bilder so anschaue. ich bin nämlich mit sowas aufgewachsen ;-))
mit den bergen fühle ich mich immer noch verbunden, dies ist ein stück heimat für mich
mit den bergen fühle ich mich immer noch verbunden, dies ist ein stück heimat für mich
RunningCouchPotatoe - 20. Jun, 23:10
ich bin ja flachländer
und die berge waren für mich etwas neues, wandern fand ich bis dato nicht so prickelnd - das hat sich aber nun schlagartig geändert.
ich liebe das meer, aber ein segler war ich nie, dabei bin ich in einer seglerfamilie großgeworden - die berge haben es mir sofort angetan :-)) weil ich selbst entscheiden kann, was ich tue und mir nicht plötzlich eine riesenwelle den tag verdirbt *g*
ich liebe das meer, aber ein segler war ich nie, dabei bin ich in einer seglerfamilie großgeworden - die berge haben es mir sofort angetan :-)) weil ich selbst entscheiden kann, was ich tue und mir nicht plötzlich eine riesenwelle den tag verdirbt *g*
Kotopulo - 21. Jun, 11:13
Herzhaft gelacht
habe ich beim Killerkuhkommando.
Dein Bericht ist so herzerfrischend und man spürt so richtig, dass es dir gut geht. Es ist schön zu lesen, dass du glücklich bist.
Möge es noch lange anhalten, dass du uns mit deinem Glück immerwieder ein Lächeln entlockst.........
Dein Bericht ist so herzerfrischend und man spürt so richtig, dass es dir gut geht. Es ist schön zu lesen, dass du glücklich bist.
Möge es noch lange anhalten, dass du uns mit deinem Glück immerwieder ein Lächeln entlockst.........
RunningCouchPotatoe - 21. Jun, 14:34
das war vielleicht
ein unheimliches gefühl, dieser koloß hinter mir und dann noch weitere kühe...da kamen wir zwei städter schnell ins rennen ;)
ich freue mich, euch zum lächeln zu bringen - demnächst werde ich wohl euch mit meinen arbeitsamtbesuchen beglücken *g*
ich freue mich, euch zum lächeln zu bringen - demnächst werde ich wohl euch mit meinen arbeitsamtbesuchen beglücken *g*
Kotopulo - 21. Jun, 16:36
... Arbeitsamtbesuche können auch was Schönes sein - man lernt so viele neue Leute kennen! Nein - Spass beiseite - jetzt ruh dich mal ein paar Tage auf deine Lorbeeren aus, denn das hast du dir verdient und mit dem Elan und der positiven Ausstrahlung die du hast geht das rucki zucki, dass du einen Job kriegst ....
*ichglaubganzfestandich*
*ichglaubganzfestandich*
RunningCouchPotatoe - 21. Jun, 17:53
naja
ich muss da etwas optimistischer sein, aber ich weiss ja was ich werden will und was ich gerade gelernt habe (das ist es nicht, was ich machen möchte) und wie schwer es wird, was zu finden, was man nebenbei machen kann, damit der lebenslauf keine lücken bekommt und man irgendwann doch noch das machen kann, wozu man sich berufen fühlt.
ich kann mich vielleicht umständlich ausdrücken...herrgott ;)
ich kann mich vielleicht umständlich ausdrücken...herrgott ;)
nilannaiel - 21. Jun, 23:44
wow!
mal wieder sehr schöne bilder hat sie da gemacht. da steigt urlaubssehnsucht in mir auf.
sehr schön das killerkuhkommando *lach*, aber ich mag kühe, das sind sehr liebe tiere. natürlich hab ich auch respekt vor denen.
es ist sehr schön, daß es ihr gut geht und es möge immer so bleiben!
sehr schön das killerkuhkommando *lach*, aber ich mag kühe, das sind sehr liebe tiere. natürlich hab ich auch respekt vor denen.
es ist sehr schön, daß es ihr gut geht und es möge immer so bleiben!
RunningCouchPotatoe - 22. Jun, 17:39
schön :)
nur, das kühe auch gar nicht so lieb sein können, solltest du im hinterkopf behalten - ich mag kühe auch, aber bin mir bewusst, das sie hörner haben und besonders junge kühe toben gerne rum. almkühe sind übrigens ein bisschen aggressiver als hier flachlandkühe, zumindest hat ein bauer das erzählt und der muss es ja wissen ;)

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